Donnerstag, 14. Okt 2021

Bagger im Haselünner Wacholderhain

Keine Sorge im Haselünner Wacholderhain entsteht keine neue Ferienhaussiedlung oder ein Infinity-Pool für ein neuen Hotelkomplex an der Hase.  Im südwestlichen Bereich des Wachholderhains wurden zwei trockengefallene bzw. verlandete Stillgewässer reaktiviert. Dazu wurde Erdmaterial aus der Gewässersohle entnommen umso den Kontakt zum Grundwasser wiederherzustellen. Der dabei angefallen Erdaushub wurde so modelliert das er in die hiesige Binnendünnenlandschaft integriert werden konnte. Diese Maßnahmen waren notwendig um die vorhandene Gewässer in denen sich eine sehr schützenswerte Gesellschaft an Wasserpflanzen etabliert hat, zu schützen.

Diese Pflanzengesellschaft mit sehr seltenen Arten wie dem Schwimmenden Froschkraut (Luronium natans)  ist auf diese nährstoffarmen Stillgewässer angewiesen. Doch gerade diese Gewässer nutzen die Schafe und Wildpferde im Wacholderhain als Tränke und in sehr heißen Sommern auch zur Abkühlung. Doch wenn die Tiere aufgrund der Hitze dort den Großteil des Tages verbringen, koten sie dort auch vermehrt ab. Dadurch werden jedoch vermehrt Nährstoffe in die Gewässer eingebracht was dazu führen kann das andere nährstoffliebende Arten, die seltenen Pflanzen die mit Nährstoffarmut gut klarkommen,  verdrängen. Da mit dem erhöhten Nährstoffgehalt, die Pflanzen wie das Schwimmende Froschkraut (Luronium natans)  nicht mehr konkurrenzfähig sind werden diese von anderen nährstoffliebenden Arten  verdrängt. Deshalb muss dafür gesorgt werden den Nährstoffeintrag so gering  wie möglich zu halten. Daher sollen in heißen Sommern nun einzelne Gewässer ausgezäunt werden um die dortige empfindliche Vegetation zu schützen. So soll auch in Zukunft  der Bestand der seltenen, wertbestimmende  FFH-Art Schwimmendes Froschkraut (Luronium natans) im Wacholderhain gesichert werden.

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