Freitag, 24. Sep 2021

Neue Wohnung für den schillernden Fischer

Mit etwas Glück kann man an den Gewässern im Emsland wie z.B. an der Hase und Ems den Eisvogel beim Fischen beobachten. Sein Bestand ist jedoch gefährdet. Ein Grund dafür sind die wenigen Brutmöglichkeiten. Seine Nester baut der Eisvogel in die Steilwände der Gewässer, indem er etwa Arm-lange Röhren in den Sand gräbt, an deren Ende eine Nistkammer angelegt wird. So ist die Brut optimal vor Räubern geschützt. Uferverbau, Gewässerbegradigungen und Wasserstandsregulierungen führen dazu, dass immer weniger dieser Steilkanten als Brutrevier für den Eisvogel zur Verfügung stehen. Künstliche Nisthilfen können dort, wo Gewässerrenaturierungen nicht möglich sind, das Problem entschärfen. Mit finanzielle Unterstützung der Naturschutzstiftung Emsland wurden an einem privaten Gewässer zwei künstliche Brutröhren in die Böschung eingebaut. Ob die Tiere diese Wohnungen beziehen, werden wir im nächsten Frühjahr erfahren.

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